Traditionelle Herbstmitgliederversammlung vom 16. November 2011

An der gut besuchten Parteiversammlung, unter Anwesenheit der beiden CVP Gemeinderäte Bruno Winkler und Philippe Wüthrich sowie des Präsidenten der Finanzkommission, Martin Stalder, befasste sich die CVP Sarmenstorf mit den ordentlichen Traktanden der bevorstehenden Gemeindeversammlung.

Bevor man zu dem offiziellen respektive internen Teil der Versammlung schritt, referierte Dr. phil. Dieter Wicki, Aarau, in einem öffentlichen Vortrag über das spannende Thema „Mythos und Realität – Gedanken zum Milizprinzip in Politik und Armee“. Die Zuhörer, unter ihnen auch der persönlich eingeladene Gemeindammann, Roman Lindenmann, konnten die Entwicklung auf kommunaler und kantonaler Ebene seit der Inkraftsetzung der aargauischen Verfassung vom 6. Mai 1831 erfassen und dabei auch erkennen, dass heute ein Parlamentarier im Grossen Rat etwa 2755 Wahlberechtigte vertritt. Interessant war auch zu hören, dass der Altersdurchschnitt der Kantonsvertreter seit Jahrzehnten etwa bei 50 Jahren liegt und dass Parlamentarier mit den Berufen wie Lehrer und Beamte tendenziell zunehmen. Auch aufgezeigt wurde, wo die Grenzen des Milizprinzips in Politik und Armee sind; einerseits ist in vielen Fällen die zeitliche Unvereinbarkeit mit Beruf und Familie zu erkennen jedoch andererseits auch bei der begrenzten Motivation, sich zur Annahme und engagierten Ausübung eines Amtes zu verpflichten.

Der Präsident der CVP Sarmenstorf, Karl Heinz Graf, hat diese Aussage aufgenommen und die Zuhörer gebeten, in ihrem Umfeld geeignete Kandidaten für zukünftige offene Ämter in der Gemeinde zu suchen. Die Gemeinde kann nur erfolgreich sein, wenn sich gute und fähige Kandidaten in den uneigennützigen Dienst für die Allgemeinheit stellen.

Die Traktanden der Gemeindeversammlung wurden anschliessend von den anwesenden Gemeinderäten vorgestellt und im Plenum durchdiskutiert. Am meisten Gesprächsstoff lieferte der Voranschlag 2012 der Einwohnergemeinde mit einem gleichbleibendem Steuerfuss von 105 %. Es wurde dabei festgestellt, dass die Ausgabenzunahmen den Bereich Gesundheit und soziale Wohlfahrt betreffen und die Kostenentwicklung nur vage vorauszuplanen ist. Die Anwesenden haben alle Traktanden sowie das Budget nach intensiver demokratischer Diskussion gutgeheissen.

Zum Schluss der Sitzung nahm der Präsident verschiedene Voten entgegen, welche klar zum Ausdruck brachten, dass die CVP die Werte des „C“ vertreten muss – und dabei Familien- und umweltgerechtes Handeln zu fokussieren ist.

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